Der Aufenthalt in der Tagespflege wird über einen Tagespflegesatz abgerechnet, der Gemäß § 82 SGB XI (Pflegeversicherungsgesetzt) in einer Vergütungsvereinbarung mit den Landesverbänden der Pflegekassen unter Beteiligung der Landschaftsverbände festgelegt wurde. Der Tagespflegesatz setzt sich zusammen aus: - Pflegekosten - Unterkunfts- und Verpflegungskosten - ggf Fahrtkosten und Investitionskosten 1.Pflegekosten und Fahrtkosten Die Pflegekosten hängen vom Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe) und dem Pflegesatz der Einrichtung ab. Die kosten für Pflegeleistungen und die Fahrtkosten werden von den Pflegekassen bis zur Höhe der entsprechenden Sachleistungen übernommen. Pflegeleistungen und Fahrtkosten, die darüber hinaus entstehen, trägt der Gast selbst.Sachleistungen sind Kostenerstattungen an Dienstleister der Pflege, zum Beispiel Tagespflegeeinrichtungen oder ambulante Dienste. Die Höhe der Sachleistungen ist abhängig von der Pflegstufe: Pflegestufe I: 468 Euro Pflegestufe II: 1144 Euro Pflegestufe III: 1.612 Euro Eine Geldleistung ist dagegen das Pflegegeld, das pflegende Angehörige für ihre Pflegetätigkeit ausgezahlt bekommen. Das Pflegegeld ist ebenfalls abhängig von der Pflegestufe: Pflegestufe I: 225 Euro Pflegestufe II: 430 Euro Pflegestufe III: 685 Euro Kombination verschiedener Leistungen der Pflegekasse Ab dem 01.07.2008 können bis zu 150% der Sach- und Geldleistungen mit der Pflegekasse abgerechnet werden, wenn die Leistungen der Tagespflege mit ambulanter Pflege oder Pflegegeld kombiniert werden. 2. Investitionskosten Der Aufwendungszuschuss für Investitionskosten unserer Tagespflege wird vom Kreis gewährt, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Liegt keine Pflegestufe vor, trägt der Gast die Investitionskosten selbst. 3. Kosten für Unterkunft und Kosten für Verpflegung Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt der Gast. 4. Anspruch auf Leistungen des Sozialamtes Der Besuch der Tagespflege ist auch dann möglich – es besteht sogar ein Anspruchdarauf – wenn die Finanzierung aus dem eigenen Vermögen nicht möglich ist. In diesem Fall berät Sie das Sozialamt. 5. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten: Ergänzende Leistungen bei geringem oder erhöhtem Betreuungsbedarf gem. § 45 SGB XI Wie seit langem gefordert, zahlen die Pflegekassen seit dem 01.07.2008 je nach Betreuungsbedarf zwei gestaffelte Betreuungsbeträge. Diese können für alle Personen mit einem geringeren und erhöhten Betreuungsbedarf beantragt werden (nicht nur für demenziell Erkrankte). Auch Pflegebedürftige der so genannten Pflegestufe 0 können diese Leistungen beantragen. -  Personen mit einem geringeren Betreuungsaufwand erhalten 100,00 Euro monatlich. -  Personen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf erhalten 200,00 Euro monatlich. Diese Betreuungsbeträge können für Leistungen der Tagespflege eingesetzt werden. Der Betreuungsbedarf muss bei der Pflegekasse beantragt werden. Durch eine Begutachtung legt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Höhe des Betreuungsbetrages fest. Zu allen Fragen der Finanzierung beraten wir Sie gerne persönlich und unverbindlich. Bitte sprechen Sie uns einfach an. Welche Kosten entstehen ?